Dienstag, den 24. September 2019, 19.30 Uhr

 

Aula der Goetheschule Essen

 

Ruschenstr. 1, 45133 Essen-Bredeney

Utopie und Untergang

 

Kunst in der DDR 

 

 

1. Wolfgang Mattheuer, Die Flucht des Sisyphos, 1972, Albertinum, Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden © Wolfgang Mattheuer / VG Bild-Kunst Bonn, 2019, Foto akg-images

2. A.R. Penck, Der Übergang, 1963, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, Leihgabe Peter und Irene Ludwig Stiftung, © a.R. Penck / VG Bild-Kunst Bonn, 2019, Foto akg-images

3. Werner Tübke, Sizilianischer Großgrundbesitzer mit Marionetten, 1972, Albertinum, Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden © Werner Tübke / VG Bild-Kunst Bonn, 2019, Foto bpk / Staatliche Kunstsammlungen Dresden

 

 

Vortrag mit Lichtbildern

 

zur Ausstellung

 

im

 

KUNSTPALAST Düsseldorf

 

(5.9.2019 - 5.1.2020)

 

von

 

Georg Herzberg M.A.

 

(Kunsthistoriker und Philosoph)

 

 

30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer widmet sich der Kunstpalast mit einer großen Ausstellung der Kunst in der DDR bis 1989. 

 Das Spektrum der Ausstellung umfasst Werke von den Nachkriegsjahren bis zum Mauerfall von Künstlerinnen und Künstlern aller Generationen der DDR. Sie gingen sehr unterschiedliche Wege zwischen Rebellion und Anpassung bzw. zwischen „Utopie und Untergang“.
Die offizielle Kunst, gelehrt an den Kunsthochschulen in Leipzig und Dresden, etablierte den Stil des Sozialistischen Realismus, der, volkstümlich im Dienst der Arbeiterklasse stehen, helfen sollte, die sozialistische Gesellschaft aufzubauen und zu festigen. Auf der documenta 1977 wurden die Künstler Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke und Willi Sitte erstmals offiziell als Maler der DDR im Westen vorgestellt. Im rebellischen Widerspruch dazu unterliefen einige ostdeutsche Künstler, wie Gerhard Altenbourg, Cornelia Schleime und A.R. Penck, diese „Staatskunst“-Doktrin teilweise im Verborgenen.

„Es überrascht, dass sich die Museen im Westen in den letzten 30 Jahren nicht mit der entgegen vieler Vorurteile spannenden, heterogenen Kunst in der DDR beschäftigt haben. Die westdeutschen Institutionen haben eine Menge nachzuholen und das Publikum, gerade auch eine jüngere Generation, die die Teilung Deutschlands nicht mehr erlebt hat, kann viel entdecken.“, betont Felix Krämer, Generaldirektor Kunstpalast. „Mit unserer Ausstellung von 13 exemplarischen Positionen möchten wir einen neuen und offenen Blick auf das Kunstschaffen in der DDR vermitteln. Es geht um die Erweiterung unseres gemeinsamen deutsch-deutschen kulturellen Gedächtnisses.“ 

Die Ziel der Ausstellung ist es, die Objekte nicht allein als historische Dokumente zu betrachten - wie es in der Vergangenheit immer wieder geschehen ist -, sondern sie als Kunstwerke vorzustellen, die zum Nachdenken über unsere gesamtdeutsche Kunstgeschichte auffordern. Die Leihgaben stammen aus den Sammlungen von Peter und Irene Ludwig und Willi Kemp und aus allen wichtigen ostdeutschen Museen. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

 



 

 

 


Nächste Veranstaltung:

 

Dienstag, 24. September 2019,

19.30 Uhr

 

Aula der Goetheschule Essen

Ruschenstr. 1, 45133 Essen 

Utopie und Untergang          Kunst in der DDR

Abb.: Wolfgang Mattheuer

Die Flucht des Sisyphos, 1972

Albertinum, Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

 

Vortrag mit Lichtbildern

zur Ausstellung im

KUNSTPALAST Düsseldorf 

(5.9.2019 - 5.1.2020)

 

von

 

Georg Herzberg M.A.

Kunsthistoriker und Philosoph

 

Eintritt / Abendkasse:

9 €, Schüler / Studenten 2 €